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Flender Werft

Mythos Flenderwerft "Das was von Flender übrig bleibt"
Es geht um das Thema, was von der Flenderwerft tatsächlich nach deren Insolvenz im Jahr 2003 übrig geblieben ist.
Sonderausstellung bis zum 27.09.2020
©Heinz Braunsteiner
©Heinz Braunsteiner

Dabei werden auf Text- und Bildtafeln nicht nur aktuelle Schiffe aus dem Hause Flender dargestellt, die heute noch auf den Weltmeeren fahren, sondern auch der Schiffbau bei Flender im Wandel der Zeit. Umfangreiches Filmmaterial zur Werft, zu deren Schiffen, Kränen und der Insolvenz ergänzen die Ausstellung. Gleichzeitig gibt es einen großen Schiffsriss zu bestaunen, ebenso wie diverse Schiffsmodelle, die unter anderem aus dem Internationalen Maritimen Museum in Hamburg stammen und erstmals in Lübeck zu sehen sind.

  • Zudem kommen Zeitzeugen zu Wort, die bei Flender gearbeitet haben. Schnell wird deutlich, dass man von einem „Mythos Flender“ sprechen kann, der die Lübecker:innen noch heute beschäftigt und bei dem es sich um ein regionales Trauma der jüngst vergangenen Geschichte der Hansestadt handelt.

  • "Viele im handwerklichen Bereich tätige Lübecker:innen haben einmal ihre Lehre bei Flender absolviert und denken nostalgisch, ja teils sogar liebevoll an die Ausbildungszeit und die dortige Kameradschaft zurück", erklärt Museumsleiterin Dr. Bettina Braunmüller.

  • ©Heinz Braunsteiner

  • „Mit großer Wehmut berichten Alt-Flenderaner davon, wie tolle Schiffe von der Werft noch heute auf den Weltmeeren fahren“, erzählt Kurator Rainer Wiedemann.

  • Hier gibt es einen großen Schiffsriss zu bestaunen.

© VOX: Spiegel TV
© VOX: Spiegel TV

Flenders Insolvenz als Werft war und ist kein Einzelfall, wenn man z.B. auch an die stillgelegte Bremer Vulkan AG oder die AG Weser denkt. Letztere hatte ebenfalls mit Überkapazitätenim Schiffbau auf dem Weltmarkt zu kämpfen. Die Arbeitswelt in Deutschland erlebt generell einen immensen Strukturwandel weg von vielen Industriezweigen, die in Asien erstarken, hin zu Arbeit 4.0 bzw. einer vierten industriellen Revolution. Während bei der Bremer Vulkan AG fast 11.000 Mitarbeiter aus dem Bereich Schiffbau von der Insolvenz betroffen waren, waren es bei Flender weniger als 1000, von denen zum Glück einige anderweitig Arbeit fanden, sofern sie nicht zu sehr spezialisiert waren.

Kurator der Ausstellung: Rainer Wiedemann.

Dank gilt der Possehl-Stiftung für die finanzielle Förderung der Ausstellung, ebenso wie dem Förderverein des Museums.

Das Begleitbuch zur Ausstellung „Das, was von Flender übrig bleibt“ von Rainer Wiedemann kann für 10 Euro im Shop des Museums käuflich erworben werden.

Viedeoausschnitte: VOX: Spiegel TV

Kokerstraße 1-3
23569 Lübeck / Siems
Industriemuseum Geschichtswerkstatt

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